Cybergrooming: Doku klärt über die Gefahr auf

Mädchen mit Smartphone
Foto: © ave_mario

Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen das Internet eigenständig. Social Media, Spieleplattformen und Onlinegames haben für eine Verlagerung des Lebens in den digitalen Raum gesorgt. Dieser aber ist nicht mehr so gut zu überblicken. Weder für die Kinder noch für deren Eltern. Dass die Konfrontation mit Cybergrooming dabei ein häufiges Problem geworden ist, wird immer deutlicher. Umso wichtiger nun die Doku „Gefangen im Netz“, die es auch als Schulversion gibt. Lesen Sie auch: Kinder im Internet – Wie viel und wie lange ist ok?

Schauspielerinnen als Köder

Für ihren Dokumentationsfilm casteten die Filmemacher Barbora Chalupová und Vít Klusák bewusst Schauspielerinnen mit einem sehr jugendlichen Aussehen. Um herauszufinden, wie schnell sich mögliche Täter mit ihnen in Verbindung setzen und wie Cybergrooming aussehen kann, baute das Filmteam verschiedene Kinderzimmer-Sets und ließ die Schauspielerinnen von hier aus zehn Tage lang surfen und chatten. Dass es binnen kürzester Zeit zu einer Vielzahl von Kontaktanfragen, Video-Calls und sexuell belästigenden Nachrichten kam, schockiert die Zuschauer.

Keine Fiktion, sondern Realität

Mit der Dokumentation wollen die Verantwortlichen auf die Gefahren im Netz aufmerksam machen und dafür sorgen, dass Kinder besseren Schutz erfahren. Bildung im Bereich der Medienkompetenz spielt dabei eine bedeutende Rolle. Daher existiert „Gefangen im Netz“ sowohl als Kino- als auch als Schulversion mit jugendgerechteren Inhalten. In Zusammenarbeit mit Innocence in Danger e.V. und VISION KINO bieten die Verantwortlichen außerdem eine spannende Option: Pro gekauftem Ticket für den Stream kann eine Schulklasse die Schulversion kostenfrei ansehen.
Dieser Film zeigt deutlich wie wichtig Medienerziehung in der Familie ist. Nehmen Sie sich Zeit, um mit Ihren Kindern darüber zu sprechen!