Brandenburg: Armut beeinflusst kindliche Gesundheit

Zeitung zum Thema Gesundheit Foto: © Zerbor

Für Eltern spielt das Wohlbefinden der eigenen Kinder eine bedeutende Rolle. Dass die wirtschaftlichen Verhältnisse, in denen Familien leben, jedoch auch die Gesundheit negativ beeinflussen können, stellt ein Problem dar. Zu diesem Ergebnis kamen Experten beim Zusammenstellen des brandenburgischen Kindergesundheitsberichtes.

Vor allem Übergewicht kommt bei Armut häufiger vor

Für den Kindergesundheitsbericht zusammengetragen wurden Daten, die Gesundheitsämter in Brandenburg zur Verfügung stellen. Die Ergebnisse bei Schuleingangsuntersuchungen zeigten hier: Rund 7,5 Prozent der Kinder armer Eltern litten schon bei der Einschulung unter starkem Übergewicht. Kinder, deren Familien keine finanzielle Not litten, waren deutlich seltener hiervon betroffen. Warum das konkret so ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Häufig jedoch dürfte es in armen Familien an Möglichkeiten mangeln, sich über gesunde Ernährung zu informieren und frische Nahrungsmittel zu kaufen.

Positiv: Tabak und Alkohol weniger verbreitet

Auch wenn diese Ergebnisse Handlungsbedarf anzeigen, berichten die Verantwortlichen von positiven Veränderungen. So scheint es, als seien Präventionsangebote im Hinblick auf Alkohol und Nikotin in Brandenburg erfolgreich. Tranken in 2005 noch 26 Prozent der Kinder Alkohol, sind es nun nur noch zwölf. (Kinder vor Alkohol schützen) Der Anteil der rauchenden Kinder verringerte sich von 33 auf 13 Prozent. (Warum Jugendliche rauchen) Dennoch bleibt es weiterhin wichtig, die Gesundheit brandenburgischer Kinder im Blick zu behalten und sich dabei vor allem auf Familien zu konzentrieren, deren wirtschaftliche Situation schlecht ist.

Foto: © Zerbor