Kinder und Eltern: Bindung als Hinweis auf psychische Gesundheit

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Wie gut sich Eltern und ihre Kinder verstehen, ist mehr als nur eine Randinformation, wenn es um psychische Gesundheit geht. Forscher aus den USA nämlich haben nun die Beziehungen genauer untersucht und fanden heraus, dass Kinder und Jugendliche, die eine schlechte Bindung zu ihren Eltern haben, häufiger mit Ängsten und depressiven Symptomen zu kämpfen haben.
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Bei zunehmendem Alter aussagekräftiger

Wie die Forscher an der Arizona State University berichten, sind es vor allem Kinder in mittleren bis hohen Klassenstufen, bei denen sich ein Blick auf die Bindung zu ihren Eltern lohnt. Zeigt sich das Vertrauen hier recht schwach ausgeprägt und mangelt es an wertschätzender und wertvoller Kommunikation, leidet auch die Psyche. Solche Kinder und Jugendlichen entfremden sich zunehmend von ihren Eltern. Es mangelt am notwendigen Halt im Leben, weswegen gerade Symptome einer Depression oder auch Ängste zunehmen können. Grundlage für diese Erkenntnisse waren Daten von über 250 Kindern und Jugendlichen, die die sechste bis zwölfte Klasse besuchten.

Eine verlässliche Größe bleiben

Diese Studie zeigt: Auch im gehobenen Kindesalter und während der Jugendzeit sind Eltern weiterhin Stabilisatoren für ihre Kinder. Gelingt es, eine vertrauensvolle und angemessen enge Beziehung aufrechtzuerhalten, finden sich die Mädchen und Jungen leichter in der Welt zurecht und fühlen sich seltener überfordert. Damit das gelingt, sollten Eltern regelmäßig das Gespräch mit ihren Kindern suchen, sie jedoch nicht bevormunden, sondern aktiv unterstützen. Antworten auf drängende Fragen zu geben, ohne Kindern dabei etwas aufzudiktieren, fällt jedoch nicht immer leicht. Eltern, die sich als vertrauenswürdige und vorurteilsfreie Gesprächspartner positionieren, könnten die psychische Gesundheit ihrer Kinder jedoch nachhaltig schützen.

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