Berlin: Unmut über Schulplatzvergabe

Schüler kommen aus der Schule
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Für zahlreiche angehende ABC-Schützen und deren Eltern beginnt nun der Endspurt vor der Einschulung. Während sich diese Zeit in den meisten deutschen Regionen vor allem durch Vorfreude auszeichnet, müssen sich Berliner Eltern immer öfter über die Entscheidung bei der Schulplatzvergabe ärgern. Auch in diesem Jahr haben bereits mehr als 130 Familien Widerspruch eingelegt.

Zuteilung der Plätze sorgt für zusätzlichen Stress

Der Grund für die Widersprüche ist, dass manche Berliner Grundschulen nicht über ausreichend Kapazitäten verfügen. So müssen Kinder häufiger an Schulen verwiesen werden, die vergleichsweise weit vom eigenen Wohnort entfernt liegen. Auch das Problem, dass sogar Geschwisterkinder nicht auf die gleiche Grundschule gehen sollen, ist immer wieder zu beobachten. Als besonders problembehaftet gilt Pankow, da hier sehr viele Kinder leben. Eltern wollen sich nun öffentlich wehren und hoffen auf Neuentscheidungen.

Fristen laufen noch

Eltern aus Berlin, die selbst von einer für sie ungeeigneten Schulplatzvergabe betroffen sind, haben nun noch wenige Wochen Zeit für einen Widerspruch. In den meisten Bezirken läuft diese am 14. Juni ab, während die Frist in Lichtenberg den Zeitraum bis zum 21. Juni umfasst. Insgesamt betroffen sind in diesem Jahr sechs Berliner Bezirke, deren Kinder auf Schulen in anderen Bezirken umverteilt werden mussten. Dass das Problem keine Neuheit ist, zeigten auch die Vorjahre. So zählte der Bezirk Pankow in 2016 160 Widersprüche und ein Jahr zuvor rund 260. Abzuwarten bleibt jedoch, ob die Widersprüche tatsächlich für sinnvolle Änderungen sorgen werden.

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