Bayern: Kindergartenplätze weiterhin knapp

Eine Kita
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Einen freien Platz in Krippen oder Kindergärten zu ergattern, gleicht in manchen Teilen Deutschlands dem berühmten Sechser im Lotto. Vor allem in Großstädten haben es Eltern sehr schwer, Plätze für ihre Kinder zu finden, was die Ausübung des eigenen Berufs schwer machen kann. Ein Verzicht auf Erwerbstätigkeit ist aus wirtschaftlichen Gründen jedoch oft undenkbar. Auch in Bayern macht sich laut einer dpa-Umfrage Unmut breit.

Einschulungen: Neuregelung sorgt für weitere Probleme

Dass jährlich eine gewisse Anzahl an Kindern den Kindergarten verlässt, um künftig in der Schule das Lesen und Schreiben zu lernen, schuf bislang Platz für jüngere Kinder. Da sich die Bedingungen rund um Einschulungen in Bayern nun jedoch geändert haben, könnte sich die Anzahl freiwerdender Plätze verringern. Eltern im Bundesland nämlich dürfen nun eigenständig entscheiden, ob Ihr Kind die Schule besuchen oder im Kindergarten bleiben soll. Voraussetzung: Der sechste Geburtstag liegt zwischen dem ersten Juli und dem 30. September des betreffenden Jahres.

Sozialministerium will Wogen glätten

Ganze 450 Kindergartenplätze werden aufgrund der Neuregelung in diesem Jahr nicht frei. Für Eltern, die auf einen Betreuungsplatz angewiesen sind, ist das ein Problem, denn sie müssen nun unter Umständen lange warten. Das bayerische Sozialministerium aber machte ebenfalls deutlich, dass der Ausbau im Bundesland weiter voranschreiten soll. Bis 2023, so die Verantwortlichen, ist die Schaffung von 42.000 zusätzlichen Betreuungsplätzen geplant.
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