Baden im Rhein: Unterschätzte Gefahr

Kinder nicht unbeaufsichtigt baden lassen

Zeitung mit Nachrichten
Foto: © Zerbor

Vor Kurzem kam es bei Worms zu einem tragischen Unglück. Zwei Mädchen, Berichten zufolge neun und 13 Jahre alt, gingen im Rhein baden und wurden von einem Strudel erfasst. Die Familien, die sich am Ufer aufhielten, konnten ihnen nicht helfen. Erst einen Tag später konnten die beiden Mädchen geborgen werden. Beide haben nicht überlebt. Dieses Vorkommnis sollte Eltern erneut ins Gedächtnis rufen, dass der Rhein keineswegs ein Ort zum Baden und Abkühlen ist.

Strömungen und Strudel sind gefährlich

Immer wieder warnen Experten davor, im Rhein baden zu gehen. Der Fluss nämlich wirkt oberflächlich zwar ruhig und behäbig, wird diesem Eindruck jedoch keineswegs gerecht. Unter der Oberfläche zeigen sich deutliche Strömungen, die Badende erfassen und bis auf den Grund des Flusses ziehen können. Auch Verwirbelungen und Strudel erzeugen einen Sog, dem sich sogar geübte Schwimmer nur mit größter Mühe entziehen können. Wer den Sommer mit der Familie am Rheinufer genießen möchte, sollte den Fluss daher mit Vorsicht genießen und stets am Ufer bleiben.

Auch Beaufsichtigung hilft nicht

Manche Eltern wiegen sich in Sicherheit, indem sie ihre Kinder während eines Bades im Rhein aus der Nähe beobachten. Der Gedanken dabei ist, dass sie im Zweifelsfall schnell einschreiten und helfen können. (Sinnvoller ist ein Erste-Hilfe-Kurs für Eltern) In Wirklichkeit jedoch können Strömungen und Strudel Badende binnen Sekunden in eine lebensgefährliche Situation bringen. So hatte vor einiger Zeit ein Vater versucht, sein Kind aus dem Rhein zu retten und ertrank dabei selbst. Der Rhein also sollte in jedem Fall tabu sein. Es gibt genügend Schwimmbäder und Badeseen, in denen sich das kühle Nass weit weniger gefährlich zeigt.

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