Politik: Arbeitszeitkonten für Familien geplant

Arbeitszeitkonten geplant
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Zeit ist in der heutigen Welt ein rares Gut. Vor allem die Tatsache, dass in immer mehr Familien beide Elternteile arbeiten gehen, lässt den Spielraum für die Pflege der eigenen Kinder oder auch Senioren schwinden. Dies wollen DCU und CSU nun ändern. Geplant ist die Einführung sogenannter Arbeitszeitkonten, die Familien mehr Flexibilität schenken sollen.

Das Prinzip der Arbeitszeitkonten

Diese Konten sollen ähnlich wie Girokonten funktionieren, sich jedoch auf Zeit fokussieren. Hier können Eltern Arbeitszeit „einzahlen“ und in der Zukunft in Anspruch nehmen. Diese angesparte Zeit könnte dann dabei helfen, sich auch für längere Zeiträume aus dem Arbeitsleben zu verabschieden. Wie die Zeit genutzt werden kann, ist bislang unklar. Möglich wäre es jedoch, mehrere Monate sowohl für Reisen als auch als erweiterte Elternzeit oder für die Pflege Angehöriger zu verwenden. Verwaltet werden sollen die Zeitkonten über ein digitales Portal, das unterschiedliche Daten und Informationen bündelt.

Auch Experten befürworten die Pläne

Wie sich der Zentralverband des Deutschen Handwerks kürzlich äußerte, seien die Arbeitszeitkonten eine sinnvolle Option, um auch dem Fachkräftemangel in der Deutschen Wirtschaft zu begegnen. Damit Familien und Unternehmen von diesem neuen Prinzip jedoch tatsächlich profitieren können, brauche es keine allzu starren Vorgaben und Regelungen. So sollen auch kleine Unternehmen und der Mittelstand trotz der neu gewonnenen Flexibilität weiterhin stabil und konkurrenzfähig arbeiten können.

Bislang handelt es sich bei den Arbeitszeitkonten jedoch lediglich um Zukunftsmusik. Ob sie wirklich eingeführt werden und wie sie die Wirtschaft und das Familienleben in Deutschland beeinflussen könnten, wird sich erst nach der kommenden Bundestagswahl zeigen.

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