Zahl alleinerziehender Väter steigt

Vater, Tochter und Hund am See

Geht es um Alleinerziehende in Deutschland, ist in den meisten Fällen vor allem von Frauen die Rede. Schließlich überwiegt die Anzahl alleinerziehender Mütter im Vergleich zu alleinerziehenden Vätern deutlich. Hieran hat sich bis heute nichts geändert. Das Sozialministerium Potsdam jedoch macht auf eine spannende Veränderung aufmerksam. So steigt die Anzahl der alleinerziehenden Väter seit 2013 deutlich an.

Ein-Eltern-Familien mit Papa

Nach dem Scheitern einer Ehe oder Beziehung übernehmen meist die Frauen die weitere Sorge für gemeinsame Kinder. Väter, so scheint es, sind zu eingespannt in ihren Beruf und auch Kinder wollen meist bei Mama bleiben. Gab es im Jahr 2013 noch 5.400 alleinerziehende Väter in Brandenburg, lag deren Anzahl in 2016 bereits bei knapp 8.000. Das wiederum bedeutet, dass in 2016 rund 13,2 Prozent aller Ein-Eltern-Familien aus Vater und Kindern bestanden. Zeitgleich ist auch ein leichter Rückgang der Anzahl alleinerziehender Mütter bemerkbar.

Väter stehen vor den gleichen Herausforderungen

Auch wenn es weiterhin deutlich mehr alleinerziehende Mütter als Väter gibt, brechen Experten immer wieder eine Lanze für die männlichen Oberhäupter. So sind alleinerziehende Väter selbstverständlich in genau der gleichen Lage wie ihre weiblichen Pendants. Sie müssen Berufstätigkeit und Kinder vereinen können, sich finanziell über Wasser halten und ihr Sozialleben nach den Bedürfnissen ihrer kleinen Familie ausrichten. Es ist daher nur sinnvoll, dass sowohl Mütter als auch Väter ohne Partner sich nicht als Konkurrenten sehen, sondern in Solidarität üben.

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Foto: © kerkezz