Sozialministerium: Ab drei Kindern steigt das Armutsrisiko

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Immer wieder wird in Deutschland über die finanzielle Situation zahlreicher Familien diskutiert. Auch die Politik hat inzwischen verstanden, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet, sodass im familiären Kontext ebenfalls viele Kinder von Armut betroffen oder bedroht sind. In Bezug auf Risikoquoten zeigt sich, dass Familien mit mehreren Kindern einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt sind.

Risiko deutlich gestiegen

Wie es scheint, ist das Risiko in den vergangenen Jahren sogar gestiegen. Dies verdeutlich das Arbeits- und Sozialministerium in einer Antwort an die Linken und nennt konkrete Zahlen. So soll das Armutsrisiko für Familien ab drei Kindern 2011 bei 22,4 Prozent gelegen haben. 2018 jedoch waren es bereits dreißig Prozent. Interessant daran ist, dass die sogenannte Armutsrisikoquote in der Gesamtbevölkerung weit weniger stark gestiegen ist. Familien stellen folglich eine besondere Risikogruppe dar.

Über Gründe ist nichts bekannt

Das Arbeits- und Sozialministerium nannte keine konkreten Ursachen für dieses Geschehen, äußerte jedoch die Vermutung, dass eventuell ein Zusammenhang zur Einwanderung bestehe. Kritiker sehen das jedoch anders und erachten das Armutsrisiko von Familien als politisch verursacht. Auch in unserer modernen Gesellschaft haben es Familien mit mehreren Kindern schwer, einer geregelten Arbeit nachzugehen, denn die Kinderbetreuung wird vielerorts zum Problem. Zusätzlich entscheidend könnte eine gute Grundsicherung für Kinder sein, aber auch das Lohnniveau sollte steigen, um Familien eine bessere Zukunft ermöglichen zu können.
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