Pubertät bei Mädchen - Wie aus Mädchen Frauen werden

Zickenalarm im Kinderzimmer! Die sonst so ausgeglichene Tochter ist grantig, alles nervt sie und auch sonst weiß sie gar nicht so recht was sie eigentlich will. Willkommen in der Pubertät!
Pubertät bei Mädchen
Mädchen in der Pubertät - Zickenalarm vorprogrammiert
Foto: © Zdenka Darula
Etwa ab dem 10. Lebensjahr beginnt eine Phase, welche geprägt ist von Veränderungen des Körpers, gepaart mit Launenhaftigkeit und einer "Laßt-mich-doch-alle-in-Ruhe"- Stimmung.
Egal ob Junge oder Mädchen - beide Geschlechter müssen die Pubertät durchleben, nur Mädchen sind damit etwas früher dran als die Jungen.

Pubertät bei Mädchen -
Was verändert sich?

Zu den wichtigsten sichtbaren Veränderungen in der Pubertät gehören das Wachstum der Brüste, die Behaarung im Achsel- und Schambereich und die Rundung der Hüften. Die inneren Geschlechtsorgane entwickeln sich und alles steuert darauf hin, geschlechtsreif zu werden. Die erste Menstruationsblutung setzt ein und mit ihr das ganz deutliche Gefühl, dass nun nichts mehr so ist wie es war. Viele Mädchen wissen auch heute noch nicht genau Bescheid, was eigentlich in ihrem Körper vorgeht. Und so sind sie erschrocken, wenn sie das erste Mal ihre Regel bekommen und können so gar nicht damit umgehen. Sie schämen sich dann vielleicht für ihren Körper und die Veränderungen, welche die Zeit der Pubertät mit sich bringt. Sie als Eltern können jedoch einiges dazu beitragen, das Ihr Kind gut informiert diese Lebensphase durchlebt. Auch wenn es nicht immer einfach ist mit einem zickigen Teenager zu kommunizieren - bleiben Sie gesprächsbereit und haben Sie für die Sorgen und Nöte Ihrer Tochter immer ein offenes Ohr.

Nicht nur körperlich verwandelt sich ein Mädchen während der Pubertät zu einer jungen Frau. Auch auf der seelischen Ebene geschehen Veränderungen. So wird sich Ihre Tochter nun vermehrt für das andere Geschlecht interessieren und ihr Interesse an Sexualität und Zärtlichkeit
nimmt zu. Sie möchte den Jungs gefallen - und doch ist sie unzufrieden mit sich und der Welt. Vielleicht nerven sie die sprießenden Pickel, welche sich dank Hormonumstellung besonders im Gesicht sehen lassen. Oder sie ist sich unsicher was sie nun an Kleidung tragen soll. Auch die Frage: "Braucht man nun eigentlich einen BH?" kommt auf, wenn die Brüste wachsen. Fragen über Fragen und alles ist so neu. Kein Wunder, dass Ihr Kind nun so unausgeglichen ist!

Mit dem Einsetzen der ersten Menstruation kann ein Mädchen schwanger werden. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um mit Ihrer Tochter über die Möglichkeit einer Schwangerschaft und über die verschiedenen Methoden der Empfängnisverhütung zu sprechen. Auch Gefühle wie Liebe, Vertrauen und Eifersucht können jetzt zur Sprache kommen. Daneben beschäftigt der erste Besuch beim Frauenarzt die Mädchen. Wie wird das wohl sein? Tut die Untersuchung weh? Bekomme ich die Pille? In speziellen Mädchensprechstunden fühlen sich Pubertierende gut aufgehoben und können hier all ihre Fragen loswerden.

Zeigen Sie Verständnis für Ihre pubertierende Tochter
So manches Mal werden Sie als Eltern Ihr Kind in der Pubertät nicht wieder erkennen. Dieser zickige Teenager soll unser Kind sein? Warum pflaumt sie uns so an - wir haben ihr doch gar nichts getan! Warum rastet sie nur bei jeder Kleinigkeit aus? Ja, nicht nur Teenager haben es schwer, auch für uns als Eltern stellt die Pubertät eine große Herausforderung dar. Der Austausch mit anderen Eltern und Informationen über die Veränderungen in der Pubertät können uns helfen, in dieser Phase klarer zu sehen und so besser mit unseren Kindern umzugehen. Verständnis und Einfühlungsvermögen für unsere pubertierende Tochter entgegen zu bringen - das ist die eine Seite. Dennoch braucht ein junges Mädchen in dieser Zeit auch klare Grenzen, die ihr die Richtung weisen und so Orientierung geben.

Etwa mit dem 18. Lebensjahr ist dann die Pubertät abgeschlossen und aus dem Mädchen ist nun eine junge Frau geworden. Die schwierige Phase der letzten Jahre ist dann Vergangenheit und die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind verläuft wieder harmonischer.

[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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