Wie viel Computer ist angemessen für Kinder?

Wieviel Computer für Kinder?
Foto: © Tomasz Markowski
Der PC ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Umso verständlicher ist es, dass Eltern ihre Kinder möglichst früh mit dem Medium bekannt machen wollen und die Vorteile eines Computers ihren Kindern zugänglich machen. Schon beim Eintritt in den Kindergarten mit drei Jahren besitzen manche Kinder ihren ersten Lerncomputer, zum Teil sogar noch früher. In wie fern das dem Kind immer nützlich ist, ist noch umstritten.

Klar ist jedoch, dass Kinder lernen müssen, mit dem Computer umzugehen. In der Grundschule wird bereits in Computer-AGs und im Unterricht das mittlerweile selbstverständliche Medium erläutert und vermittelt. Für Vorschulkinder und Grundschüler sind sehr gute Lern- und Logikspiele im Handel erhältlich. Doch unkontrolliert und wahllos eingesetzt, nützen sie dem Kind nur wenig. Je nach Entwicklungsstand sollten Eltern das passende Programm wählen, dabei ist also nicht unbedingt das Alter entscheidend, sondern vielmehr die Reife und Verständnisfähigkeit des Kindes. Auch in Lernprogrammen gibt es schnell wechselnde Bildfolgen, hektische Geräusche und Einflüsse durch Medien und Marken. Im Grundschulalter ist daher maximal eine halbe Stunde täglich angemessen. Erst mit 10 bis 11 Jahren kann die
Dauer auf eine Stunde erhöht werden. Auch dann ist es noch Aufgabe der Eltern, dass Kind nicht vor dem Rechner abzusetzen, um Zeit für sich zu haben. Weiterhin bleibt es nach wie vor notwendig, die Computernutzung zu kontrollieren auf Inhalte und Dauer der Anwendung.

Jugendliche verbringen durchaus bis zu 90 Minuten vor dem Rechner. Das ist auch in Ordnung, solange das soziale Leben der Jugendlichen nicht durch den Computer versiegt, weiterhin ausreichend Bewegung, Sport und frische Luft auf dem Tagesprogramm des Teenagers steht. In diesem Alter kann auch ein Wochenlimit an Bildschirmzeit mit dem Jugendlichen vereinbart werden. Das beinhaltet sowohl die Zeit am Rechner als auch vor dem Fernseher. Wie sich der Teenager dann das Pensum einteilt, bleibt seiner eigenen Verantwortung überlassen. Das Prinzip zeigt jedoch nur Wirkung, wenn die Eltern es auch mit Konsequenz durchsetzen. Desweiteren raten Experten auch immer noch in diesem Alter, den Rechner an einer zentralen Stelle in der Wohnung zu platzieren. So ist es einfacher, die Zeiten und Inhalte als Eltern zu kontrollieren und die Versuchung bei den Jugendlichen, sich nicht an die Abmachungen zu halten, nehmen ab.

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