Aufklärung für Kinder - Wie sag' ich's meinem Kinde?

Früher, da spielten 13-jährige Kinder noch mit ihren Autos oder Puppen. Heute interessieren sie
Zwei verliebte Jugendliche
Klären Sie Ihre Kinder rechtzeitig auf! - Foto: © Benny Weber
sich in diesem Alter schon recht intensiv für das andere Geschlecht. Kinder werden immer früher reifer und uns als Eltern obliegt es, sie in Sachen Sexualität und Verhütung aufzuklären. Keine leichte Aufgabe - werden viele denken und das ist verständlich. In der heutigen Zeit wird viel offener mit dem Thema Sexualität umgegangen als das noch vor 20 oder 30 Jahren der Fall war. Und genau darum fällt es vielen von uns schwer über diese Dinge zu sprechen. Unsere Kinder werden zwar auch in der Schule aufgeklärt und sie erfahren so einiges aus den verschiedenen Medien - doch der richtige Umgang mit Sexualität und all den Gefühlen, die damit im Zusammenhang stehen, besprechen wir doch am besten selbst mit ihnen.

Aufklärung - sie beginnt nicht erst dann, wenn wir versuchen in einem Gespräch mit unseren Kindern den Geschlechtsverkehr und eine mögliche Schwangerschaft zu erklären. Aufklärung für Kinder beginnt viel früher, nämlich mit einem offenen Umgang bezüglich unserer Nacktheit. So erleben schon kleine Kinder, dass Frauen anderes aussehen als Männer. Irgendwann beginnen sie sich dann für die Unterschiede zu interessieren und fragen bei uns nach. Und wir gehen am besten ganz ehrlich mit diesen ersten Fragen um. Wenn Sie Mutter einer Tochter sind, so bereiten Sie Ihr Kind auf die Monatsblutung vor, damit es sich nicht erschreckt, wenn eines Tages Blut im Slip ist. Und wenn Sie einen Jungen haben, so erklären Sie ihm, dass es völlig normal ist einen Samenerguss zu haben und dass dies kein Grund ist sich zu schämen.

Einige Tipps zum Thema Kinder aufklären:
  • Jungen aufklären
  • Mädchen aufklären
  • Kind hat das Sexspielzeug der Eltern entdeckt
  • Kind hat Eltern beim Sex erwischt

  • Wie klärt man Kinder am besten auf?
    Vielleicht haben wir in unserem Freundeskreis eine Familie, die ein Baby erwartet.
    Oder wir sind selbst wieder schwanger. Eine Schwangerschaft ist ein sehr guter Einstieg um mit unseren Kindern über Liebe, Sex, Schwangerschaft und Geburt zu sprechen. Warum wächst der Bauch? Wie ist das Baby da hinein gekommen? Und wie kommt es wieder raus? Bitte verzichten Sie auf irgendwelche Ammenmärchen - so im Stile von: Das Baby bringt der Klapperstorch. Die Kinder werden dadurch nur verwirrt und ehrlich gesagt - die meisten werden diese Ausrede sowieso nicht mehr glauben.

    Der Buchhandel bietet inzwischen eine große Auswahl an guten Aufklärungsbüchern an. Wenn Sie sich selbst unsicher sind, welches Buch für Ihr Kind geeignet ist, dann scheuen Sie sich nicht und fragen Sie die Buchhändlerin um Rat. Manche Bücher erscheinen auf den ersten Blick sehr kompakt und voller Wissen. Erfahrungsgemäß hat sich trotzdem ein detaillierter Ratgeber bewährt. Am besten Sie gehen immer nur die Seiten mit Ihrem Kind durch, die gerade "aktuell" sind. Spezielle Details, wie etwa die Befruchtung der Eizelle durch die Samenzelle, können dann verarbeitet werden, wenn Ihr Kind das Interesse daran zeigt.

    Konzentrieren Sie sich bei Ihren Aufklärungs-Gesprächen nicht nur auf die sachlichen Dinge. Sprechen Sie mit Ihrem Nachwuchs auch über die Gefühle, die in Zusammenhang mit dem Sex stehen. Betonen Sie, wie wichtig es ist, dass man "es" nur dann tut, wenn man sich wirklich liebt. Dass es ein wunderbares Gefühl ist, wenn man so miteinander vertraut ist und alles teilen möchte.

    Natürlich besteht ein wesentlicher Punkt in Sachen Aufklärung in der Verhütung einer Schwangerschaft und dem Schutz vor möglichen Geschlechtskrankheiten. Betonen Sie wie wichtig dies ist und sprechen Sie über die verschiedenen Varianten der Empfängnisverhütung. Mütter von Mädchen können diese ganz sacht auf den ersten Besuch beim Frauenarzt vorbereiten. Die meisten Gynäkologen haben inzwischen so genannte "Mädchen-Sprechstunden" eingerichtet und wenn Ihre Tochter das möchte, so können Sie sie gern dorthin begleiten.

    Nachdem Sie unsere Tipps gelesen haben, gehen Sie bitte nicht mit Feuereifer an die Aufklärungsarbeit. Kinder mögen es nicht, wenn man sie unter Druck setzt oder gar festnagelt - so nach dem Motto: "Setz dich hin und hör zu, ich will dich jetzt aufklären". Seien Sie einfach für Ihr Kind da, reagieren Sie sensibel auf sein Befinden und haben Sie für Fragen oder Probleme stets ein offenes Ohr. Denn nur in einer vertrauensvollen Atmosphäre werden sich Ihre Kinder öffnen und nur so können gute Gespräche entstehen.
    Text: K. L.

     
    Das erste Mal Irgendwann ist er da, der Tag, an dem ein junges Paar das "erste Mal" erleben wird. Selbst, wenn einer von beiden vorher schon Erfahrungen mit der körperlichen Liebe gemacht haben sollte, bricht für alle jetzt eine aufregende Zeit an. Denn dieses neue Stadium im Reifeprozess der Jugendlichen ist für sie selbst, für ihre Familie und für ihre Freunde mit vielen Fragen, mit Ängsten und Verwirrung aber auch mit überwältigenden Gefühlen verbunden.
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    Der erste Freund Irgendwie verhält sich der Nachwuchs in der letzten Zeit anders als sonst. Verschämte Blicke, vermehrtes Telefonieren, sich im eigenen Zimmer einschließen und stundenlang am PC chatten. Das Handy ist im Dauereinsatz und wird mit SMS bombardiert. Mädchen stehen ewig vor dem Spiegel, probieren eine Garderobe nach der nächsten an und wissen doch nicht, was sie anziehen sollen. Jungen achten vermehrt auf ihr Äußeres, stylen sich die Haare und greifen zum Rasierapparat. Und es dauert meist nicht lange, dann fällt der Name der/des Auserwählten.
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