Milchpumpe kaufen oder ausleihen?

Eine elektrische Milchpumpe
Ist es sinnvoller eine Milchpumpe zu kaufen oder
auszuleihen? - Foto: © Dmitry Lobanov


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Während der Schwangerschaft und in der ersten Zeit nach der Geburt kommen viele Ausgaben auf die jungen Eltern zu. Diverse Listen mit all den wichtigen Dingen, welche unbedingt besorgt werden müssen, finden sich auf verschiedenen Internetportalen und in zahlreichen Zeitschriften. Neben der Babyerstausstattung empfehlen viele dieser Ratgeber auch den Kauf einer Milchpumpe. Doch lohnt es sich wirklich dafür Geld auszugeben oder reicht es völlig aus, wenn die stillende Mutter eine solche Pumpe ausleiht? Was kostet ein Baby?

Kauf ist abhängig von der Häufigkeit der Nutzung

Warum Frauen eine Milchpumpe benutzen möchten ist ganz unterschiedlich. Vielleicht liegt ihr Baby in der Klinik und die Mutter wünscht sich trotzdem, dass ihr Kind ihre Muttermilch bekommt. Oder die Frau möchte gern hin und wieder mal einen Abend frei haben, während in dieser Zeit der Partner das Baby mit der abgepumpten Milch füttert. Manche Mütter entscheiden sich sehr früh für einen Widereinstieg in den Beruf und wollen dennoch ihr Kleines weiterhin mit Muttermilch ernähren. Dank einer Milchpumpe und eines ausreichend großen Vorrates an Muttermilch im Tiefkühlschrank ist auch das möglich. Muss die Milchpumpe über einen längeren Zeitraum benutzt werden, so sollte die Mutter nachrechnen, ob sie mit den Mietgebühren für die Pumpe oder mit einem Kauf günstiger kommt. Für die gelegentliche Nutzung reicht es allerdings völlig aus, sich eine Milchpumpe zu leihen.
Wie wird Muttermilch abgepumpt?

Wo sind Milchpumpen erhältlich und was kosten sie?

Die Frage, ob eine Milchpumpe gekauft oder nur ausgeliehen wird, stellt sich nur bei elektrischen Modellen. Handmilchpumpen werden nicht verliehen, da diese bereits ab ca. 5 Euro zu haben sind. Bessere Modelle können allerdings auch schon einmal 30 oder 40 Euro kosten. Muss die Mutter oft abpumpen, so entscheidet sie sich meist für die elektrische Variante, welche viel Zeit spart und insgesamt bequemer ist. Elektrische Milchpumpen sind ebenso wie Handmilchpumpen in der Apotheke oder dem Sanitätshaus erhältlich. Wünscht die Mutter ein spezielles Modell, so kann es sein, dass dieses erst bestellt werden muss. Preislich variieren die elektrischen Pumpen sehr stark - abhängig von der Leistung und den Einstellungsmöglichkeiten müssen Frauen dafür ca. 80 Euro für eine einfache Variante bis hin zu ca. 1600 Euro für das Spitzenklassemodell auf den Tisch legen. Dieses ist dann aber auch die ideale Lösung für Mütter, welche dauerhaft Muttermilch abpumpen müssen. Die Miete für eine elektrische Pumpe schlägt mit ca. 1,50 Euro bis 3,00 Euro pro Tag zu Buche. Hinzu kommen Kosten für Zusatzmaterial (Schläuche, Brustwarzenaufsätze - ca. 30 Euro), welches aus hygienischen Gründen nicht verliehen wird.

Krankenkassen können Kosten für die Miete übernehmen

Keine Krankenkasse übernimmt die vollen Kosten für den Kauf einer Milchpumpe. Jedoch ist es unter bestimmten Umständen möglich, dass die Kasse die Ausgaben für die Miete trägt. Dies ist zum Beispiel bei Flachwarzen/Hohlwarzen, bei einer Brustentzündung, einer Frühgeburt oder einer Trinkschwäche des Kindes der Fall. Mütter bekommen in diesen Situationen von ihrem Frauenarzt oder vom behandelnden Kinderarzt ein Rezept ausgestellt, welches für die Dauer von 4 bis 6 Wochen (je nach Bundesland) gilt. Auch das benötigte Zusatzmaterial kann vom Arzt mit aufgeschrieben werden. Wird über diesen Zeitraum hinweg weiterhin eine Milchpumpe benötigt, so bekommt die Mutter ein Folgerezept. So ist es auch finanziell weniger gut gestellten Familien ermöglicht, dass ihr Baby in den Genuss der wertvollen Muttermilch kommt.

Möchten Sie eine Milchpumpe kaufen oder ausleihen, so lohnt es sich durchaus die Preise zu vergleichen. Oftmals bekommen Mütter auch von ihrer Hebamme diesbezüglich wertvolle Tipps. Und bevor Sie sich für den Kauf einer teuren elektrischen Pumpe entscheiden, ist es sinnvoll, das favorisierte Modell zuvor einmal auszuleihen um zu sehen, ob Sie damit gut zurecht kommen.
Text: K.L. - Stillberaterin

Hersteller von Milchpumpen:

  • Medela
  • Philips Avent
  • Lansinoh
  • Ardo
  • Chicco
  • Nuk

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können den Rat eines Arztes nicht ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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