Krabbelgruppe - Was ist das?

Baby in einer Krabbelgruppe
Eine Krabbelgruppe ist ein Treffpunkt für Mütter und
Babys - Foto: © foun


Inhaltsverzeichnis dieses Artikel:

Jeden Tag das Gleiche: Aufstehen, das Baby wickeln, Frühstücken und anschließend eine Runde mit dem Kinderwagen drehen. Mittagessen, Schläfchen und der Haushalt muss auch noch gemacht werden. Fällt Ihnen da auch manchmal die Decke auf den Kopf? Sehnen Sie sich nach etwas Abwechslung? Dann besuchen Sie doch zusammen mit Ihrem Baby eine Krabbelgruppe!

Wo finde ich eine Krabbelgruppe?

Krabbelgruppen werden häufig von Kirchgemeinden oder von Mütterzentren angeboten. Auch einige Kindergärten bieten solch einen Treff an und geben den zukünftigen Kindergartenkindern so eine erste Gelegenheit, um miteinander in Kontakt zu kommen. Manchmal entstehen Krabbelgruppen auch über die Hebamme oder auf private Initiative hin. Mütter, welche sich bereits beim Geburtsvorbereitungskurs oder der Schwangerschaftsgymnastik kennen gelernt haben, treffen sich dann, wenn ihre Babys etwa ein halbes Jahr alt sind, zur Krabbelgruppe. Meist finden solche Gruppen einmal in der Woche an einem festen Tag statt.

Ein Treffpunkt für Mütter und Babys

In einer Krabbelgruppe wird es nie langweilig. Hier treffen Sie andere Mütter (und manchmal auch Väter) und deren Babys und können sich so mit Gleichgesinnten austauschen. Viele Eltern erleben es als ungemein entlastend, mit anderen Eltern über den Alltag mit einem kleinen Kind und den daraus resultierenden Freuden und Problemen zu sprechen. Hinzu kommt, dass sie so einmal aus ihren eigenen vier Wänden herauskommen und den Alltag hinter sich lassen können.

Viele dieser Krabbelgruppen haben eine Leiterin, welche die Treffen organisiert und sich Gedanken darüber macht, wie diese ablaufen. Denn die lieben Kleinen sollen in einer Krabbelgruppe auch etwas lernen. Erste Fingerspielchen, einfache Lieder oder Bewegungsspiele laden erst zum staunen und später dann zum nachahmen ein. Daneben erhalten die Babys sehr viele Anregungen aus den Aktivitäten der anderen Kinder. Sich drehen, robben, krabbeln und später sich hochziehen - all das können sich die Babys voneinander abschauen. Wer schon einmal in einer Krabbelgruppe war, der weiß, wie viel Spaß es den Kleinen macht, wenn sie sich gegenseitig erkunden und miteinander kommunizieren. Der frühzeitige Kontakt zu anderen Kindern verhilft ihnen zu einem guten Sozialverhalten und wirkt sich zudem günstig auf das Immunsystem aus.

Nachteile einer Krabbelgruppe

So positiv eine Krabbelgruppe für Mutter und Kind auch sein mag - manchmal artet sie zu einen regelrechten Wettkampf aus. Welches Baby schläft nachts schon durch? Welches Kind kann sich schon vom Rücken auf den Bauch drehen? Wer kann zuerst krabbeln? Neben diesen Vergleichen kommt es manchmal auch zu einer reinen Modenschau. Welches Baby träft die neueste Mode? Passt der Strampler auch zu den Söckchen? Wer trägt Markenbekleidung? Man glaubt es kaum - aber all diese Dinge kommen vor und können die schönste Krabbelgruppe sprengen. Lassen Sie sich nicht verrückt machen. Jedes Kind entwickelt sich einzigartig, es gibt Frühstarter und Spätzünder und all das ist normal. Und was die Modefrage angeht: es ist nicht wichtig was Ihr Baby trägt - viel wichtiger ist die Liebe zu ihm und die Zeit, die Sie mit Ihrem Kind verbringen.

Sollten Sie nun Lust auf den Besuch einer Krabbelgruppe haben, so erkundigen Sie sich bei Ihrer Hebamme oder der zuständigen Gemeindeverwaltung. Sollte es in Ihrer Umgebung noch keine Krabbelgruppe geben, so gründen Sie doch selbst eine! Ein Anschlag am schwarzen Brett im Supermarkt oder eine kleine Anzeige in der Tageszeitung haben mit Sicherheit Erfolg. Nun brauchen Sie nur noch einen geeigneten Raum für die Treffen - hier lohnt sich die Nachfrage beim örtlichen Kindergarten oder Ihrer Hebamme.
Von einer Krabbelgruppe profitieren Sie und Ihr Baby - probieren Sie es einfach aus!
Text: K. L.

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