5 Putztipps für clevere Putzprofis Das bisschen Haushalt macht oft ordentlich Dreck, der natürlich schnell wieder weg muss. Und weil niemand Lust dazu hat, sich ewig in der Küche am Dauerthema Schmutz aufzureiben, sind
Wasser läuft aus dem Edelstahlbecken
Abfluss mit Vollwaschmittel reinigen?
Foto: © Matija Dodig
die Tricks der Putzprofis nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld wert. Hier sind die fünf raffiniertesten und gleichzeitig einfachsten Waffen im Kampf für ein blitzblankes Wohnwohlgefühl zusammengestellt.

Putztipp 1: Vollwaschmittel
Alles, was noch weißer als weiß waschen will, muss mit Fett, Eiweiß und Schmutz spielend leicht fertig werden. Dafür sorgen hochwirksame Enzyme und andere magische Zusatzstoffe. Und was in der Waschmaschine Flecken aller Art killt, lässt auch die angeschmuddelte Spüle bald wieder wie neu strahlen. Dazu muss man nur den Ablauf dicht stellen, und dann mit möglichst heißem Wasser und Vollwaschmittel eine Waschlauge in der Spüle anrichten. Nach ein paar Minuten hat die Lauge den Schmutz in der Spüle dermaßen erweicht, dass oft ein beherztes Nachreiben mit der Spülbürste für das perfekte Putzergebnis genügt. Ganz ohne kräftezehrendes und langwieriges Schrubben mit Poliermittel oder mit Omas Putzsteinpaste. Und als schönen Nebeneffekt hält die nach getaner Arbeit abfließende Waschmittellauge auch den Abfluss schön frei.

Putztipp 2: Chlorgranulat
Diese unscheinbaren kleinen weißen Kügelchen mit dem typischen Schwimmbadgeruch haben es wirklich in sich. Denn sie sorgen nicht nur in Gartenpools aller Größen und Formen für hygienische Verhältnisse, sondern auch in der heimischen Geschirrspülmaschine. Einfach vor jedem Geschirrwaschgang ca. 10-12 Kügelchen Chlorgranulat zusätzlich zu den "normalen"
Reinigungsmitteln frei zwischen das eingeräumte Geschirr werfen und das Geschirrspülprogramm starten. Bitte aber niemals mehr Chlorgranulat nehmen, da die Substanz extrem ergiebig ist! Im Zweifelsfall eher weniger Kügelchen in die Maschine werfen. Wenn später das strahlend saubere Geschirr die Maschine wieder verlässt, wehen die Flaggen sämtlicher Bakterien auf Halbmast.

Putztipp 3: Gebissreiniger
Kaffee und Tee stehen in dem betrüblichen Ruf, den Zähnen ihr natürliches Weiß zu rauben. Und auch in oft verwendeten Lieblingstassen machen sich alsbald unschöne braune Beläge breit. Was liegt da näher, als die sprudelnd frische Kraft von guten Gebissreinigern trickreich ihres ursprünglichen Zwecks zu entfremden? Wer schon einmal erlebt hat, wie sich aus einer unfreiwillig brünierten Teetasse unter Einwirkung einer Gebissreinigerkur das ursprüngliche Porzellanweiß wieder herausschält, der wird auf diesen heißen Trick nie mehr verzichten wollen. Übrigens funktionieren Gebissreinigertabletten auch erstaunlich gut beim gründlichen Reinigen von WC-Schüsseln.

Putztipp 4: Alte Scheckkarte
Plastikkarten sind heute allgegenwärtig. Als Zahlungsmittel, als Clubkarten oder für den Dauerplatz im Parkhaus. Und wenn die ihr eingechiptes Verfallsdatum überschritten haben, geben sie richtig tolle Schmutzschaber ab. Mit alten Scheckkarten kann man ein verkrustetes Cerankochfeld schonend frei kratzen, Wachsflecken vom Tisch hobeln oder sonstigen erhabenen Schmutz sanft und sicher abheben.

Putztipp 5: Backpulver
Dieses Zauberpulver darf in keiner Putzmittelsammlung fehlen. Denn es kann mild bleichen, Schmutzschleier sanft anlösen und Gerüche binden. Das kommt besonders Thermoskannen mit inneren Gebrauchsspuren zugute. Einfach zwei Esslöffel Backpulver in die Thermoskanne, mit kochend heißem Wasser vollgießen, Deckel dicht machen und zwei Stunden einwirken lassen. Danach gut ausspülen und staunen. Denn jetzt ist das gute Stück inwendig wahrscheinlich wieder wie neu.
Text: C. C.

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