Die Wohnung ausmisten

Eine Frau räumt den Kleiderschrank auf
Den Kleiderschrank ausmisten ist gar nicht
so leicht - Foto: © Robert Kneschke


Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel:

Endlich mehr Platz und Ordnung in der Wohnung

Wenn die Schränke aus allen Nähten platzen, wenn sich auf Kommoden und Regalen Dinge anhäufen, welche dort nicht hingehören und wenn anstelle von Ordnung das Chaos herrscht, dann ist es an der Zeit um wieder einmal gründlich auszumisten.

Meist im Frühling überfällt uns gleichzeitig mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen der Drang, die Wohnung oder das Haus zu entrümpeln. Altes und Verstaubtes muss weichen und macht einer neuen Frische und Ordnung Platz. Doch beim Anblick des Durcheinanders in den eigenen vier Wänden verlässt manchen fast der Mut. So viele Dinge, die man ewig nicht benutzt hat! Wohin mit all den Sachen, die bisher keinen festen Platz in der Wohnung hatten? Und überhaupt: wie stellt man das Ausmisten am besten an? So lernen Kinder aufräumen

Ausmisten mit System

Keine Sorge! Mit ein bisschen System geht es dem Chaos an den Kragen und das Ausmisten entwickelt sich zu einer Angelegenheit, welche richtig befreiend wirken kann. Damit Sie sich selbst dabei nicht überfordern, kann es sinnvoll sein, sich jeweils nur einen kleinen Bereich der Wohnung vorzunehmen. Denn wer in einem Ritt das ganze Haus ausmisten will, dem fehlt dazu definitiv die Zeit und nicht selten auch die Ausdauer.

Bevor es losgeht, beschaffen Sie sich am besten drei große Kartons, welche mit dickem Filzstift beschriftet werden. Der eine Karton ist für die Dinge, welche Sie unbedingt aufheben möchten. Der zweite für Sachen, bei denen Sie noch nicht so richtig wissen, ob Sie sie behalten möchten oder nicht. Und der dritte Karton ist schließlich für all die Dinge gedacht, welche garantiert nicht länger den wertvollen Platz in Ihrer Wohnung verdienen. Nun geht es ans Eingemachte. Jeder Gegenstand, den Sie in die Hand nehmen, muss einem Karton zugeordnet werden. Gehen Sie am besten in kleinen Schritten vor und nehmen Sie sich zum Beispiel systematisch Schublade für Schublade vor. Am Ende dieser Aktion suchen Sie für alle Dinge, welche sich im Karton "Aufheben" befinden, einen festen Platz. Was Sie definitiv nicht behalten wollen, kommt entweder in den Secondhand-Shop, wird weiterverschenkt oder wandert in den Müll. Der Karton mit den Dingen, deren weiterer Werdegang noch unklar ist, wird verschlossen und im Keller oder auf den Dachboden deponiert. Haben Sie diese Sachen nach einem halben Jahr noch nicht vermisst, so werden sie ebenfalls entweder weitergegeben oder weggeworfen. Nach diesem Prinzip arbeiten Sie sich durch Ihr gesamtes Reich. Vergessen Sie auch nicht den Abstellraum und die Garage. Und räumen Sie nicht ohne jeglichen Plan einfach Dinge von einem Zimmer in das nächste. Wenn Sie jetzt für jeden Gegenstand einen festen Platz finden, so fällt Ihnen auch in Zukunft das Aufräumen deutlich leichter!

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Den Kleiderschrank ausmisten

So richtig kompliziert wird das Ausmisten - besonders für Frauen - wenn es an den Kleiderschrank geht. Neben den aktuellen Bekleidungsstücken stapeln sich hier oftmals Hosen und Röcke, welche irgendwann mal gepasst haben und bei denen Frau hofft, dass sie auch irgendwann mal wieder passen. Doch in einem übervollen Kleiderschrank gehen die gern getragenen Lieblingsstücke unter - und dagegen hilft nur eines: konsequent ausmisten! All die Kleidung, welche Sie ein Jahr oder länger nicht mehr angezogen haben, bleibt nicht länger im Schrank. Über Stücke, welche noch tragbar sind, freut sich die örtliche Kleiderkammer und alles andere wandert in die Mülltonne. Sicher kommen Ihnen dabei Gedanken, wie: "Vielleicht mag ich dieses oder jenes Kleidungsstück doch noch einmal tragen?" Vergessen Sie es. Was bisher eher ein "Ladenhüter" in Ihrem Schrank war, das wird sich auch später nicht zu den gern getragenen Teilen entpuppen. Schaffen Sie Raum für neue Dinge und erfreuen Sie sich an der wieder gewonnen Ordnung in Ihrem Kleiderschrank.

Heben Sie nicht alles auf

Ausmisten ist nicht immer leicht. An manchen Gegenständen hängt man einfach und man verbindet oftmals schöne Erinnerungen damit. Doch wer immer mehr aufhebt und sich von nichts trennen kann, der verliert irgendwann den Überblick. Lassen Sie sich eines sagen: schöne Erinnerungen bewahrt man im Herzen auf. Das heißt jetzt nicht, dass Sie keinerlei Erinnerungsstücke aufheben sollen. Doch sicher muss nicht jede Muschel vom Urlaub an der Nordsee in Ihrer Schublade verbleiben. Kleiner Tipp: fotografieren Sie doch Dinge, die Sie mit etwas Schönem verbinden, für die aber eigentlich kein Platz mehr in der Wohnung ist. So können Sie die Fotos jederzeit anschauen und haben dennoch wieder etwas Luft in den Schränken geschafft.

Zu guter Letzt: zum Ausmisten muss man Lust haben. Es gibt so Tage, an denen mag man sich von gar nichts trennen. Und dann gibt es Zeiten, wo man so richtig in Aufräum-Laune ist. Und genau diese Phasen gilt es zu nutzen! Haben Sie erst einmal angefangen mit dem ausmisten, so werden Sie ganz schnell merken, wie befreiend so eine Aktion wirken kann. In diesem Sinne: Ärmel hochkrempeln und los!
Text: K. L.

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