Übelkeit in der Schwangerschaft

Akupunktur gegen Übelkeit in der Schwangerschaft
Akupunktur kann gegen Übelkeit in der Schwangerschaft
helfen - Foto: © kreativwerden


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Jede Frau, die ein Kind erwartet, fürchtet die bekanntesten Nebenwirkungen einer Schwangerschaft: Übelkeit und Erbrechen. Die Anwendung von Akupunktur oder Akupressur kann hier deutliche Abhilfe schaffen. Mehr zum Thema Schwangerschaftsbeschwerden

Gründe für Übelkeit in der Schwangerschaft

Der größte Teil aller schwangeren Frauen leidet früher oder später einmal an den gefürchteten Symptomen Übelkeit und Erbrechen. Zumeist erledigt sich das Thema nach einigen Wochen von selbst.

Vereinzelt können sich hier aber auch ernste Probleme einstellen, da durch zu häufiges Erbrechen ein zu hoher Flüssigkeitsverlust entsteht, der für Mutter und Ungeborenes negative Folgen haben kann. Hier sollte in jedem Fall ein Arzt eingeschaltet werden. [Weitere Infos über Schwangerschaftsanzeichen] Die Ursachen für diese Erscheinung sind bis heute nicht abschließend geklärt. Man geht allerdings davon aus, dass es sich um einen "natürlichen Reflex" handelt, der die werdende Mutter davor schützen soll, für das Kind ungünstige Nahrung aufzunehmen. Besonders häufig kann man Übelkeit und Erbrechen beim Genuss von Fleisch, Fisch und Eiern beobachten. Das während der Schwangerschaft produzierte Hormon Choriongonadotropin kann besonders bei hoher Konzentration die gleichen Beschwerden hervorrufen.

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Akupunktur und Akupressur gegen Übelkeit?

Eine Studie aus dem Jahr 2004 belegt, dass man die Beschwerden Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft wirksam mit Akupunktur und Akupressur behandeln kann. In der Studie wurden 36 Frauen, die in extremer Weise unter den Beschwerden litten, untersucht. Nach dem Zufallsprinzip wurden etwa die Hälfte der Frauen mit Akupunktur oder Akupressur behandelt, die übrigen Probanden allerdings nur zum Schein. Konkret ging es bei der Behandlung um einen Punkt an der Innenseite des Handgelenks. Per Akupunktur wurde dieser Punkt täglich 30 Minuten behandelt, per Akupressur sollten die Frauen selbst entstehender Übelkeit auf diesen Punkt drücken. Die restlichen Probanden erhielten eine Behandlung an nicht wirksamen Körperstellen.

Großer Erfolg der Studie

Die Ergebnisse der Studie sprechen für sich. Rund 90 Prozent der Test-Frauen, die per Akupunktur behandelt wurden, waren nach nur sieben Tagen beinahe oder komplett von ihren Beschwerden befreit. Die Akupressur-Testpersonen waren immerhin zu 64 Prozent beschwerdefrei. Bei den "Placebo-Probanden" konnte durch Akupunktur eine Verbesserung von 13 Prozent erreicht werden, die Akupressur blieb ohne jede Auswirkung. Beide Therapieformen kommen gänzlich ohne Nebenwirkungen aus und sind daher für Schwangere besonders gut geeignet, da das Ungeborene nicht belastet wird. Daher kann man die Akupunktur und Akupressur als durchaus effektive, schonende und preisgünstige Lösung für Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft betrachten. Vor allem die Akupressur kann praktisch zu Hause angewandt werden, eignet sich allerdings nicht für die "schweren Fälle".

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Was hilft gegen Übelkeit in der Schwangerschaft?

  • Gesunde Ernährung
  • Kleinere Portionen essen
  • Kräutertee mit Ingwer oder Pfefferminz
  • Ruhe und Entspannung

Erbrechen und Übelkeit in der Schwangerschaft muss nicht sein. Durch die gezielte Anwendung von Akupunktur oder Akupressur lässt sich in den allermeisten Fällen schnell dauerhafte Linderung herbeiführen. Reicht die Akupressur aus, kann man sich sogar selbstständig bei jeder auftretenden Übelkeit behandeln.
Text: D. D. E. / Stand: 21.02.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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