Mindestens einmal pro Jahr sollte jede Frau im gebärfähigen Alter den Frauenarzt aufsuchen. Es gibt immer noch eine Menge Frauen, die der Meinung sind, ohne Beschwerden brauche ich auch keinen Mediziner zu kontaktieren. Und dennoch ist der Besuch beim Arzt notwendig, um schlimmeres zu verhindern. Er dient der Vorsorge und lässt gegebenenfalls den Fachmann erkennen, wenn eine Krankheit entsteht, noch bevor sie Beschwerden verursacht. Dadurch können Frauen ganz einfach schneller behandelt werden, die Chancen auf Heilung sind somit deutlich höher. Die jährliche Vorsorge übernimmt die gesetzliche Krankenkasse, dafür wird normalerweise nicht einmal die Praxisgebühr fällig.
Den jährlichen Vorsorgetermin können Frauen bei jedem Gynäkologen ihres Vertrauens wahrnehmen. Wichtig ist, dass sie sich bei ihrem Frauenarzt gut aufgehoben fühlen. Viele Frauen bevorzugen weibliche Ärzte. Da es sich beim Gynäkologenbesuch um eine intime Angelegenheit handelt, fühlen sie sich dadurch sicherer. Nimmt eine Frau die "Pille" ein, werden sogar zwei Vorsorgetermine pro Jahr notwendig. Da es sich um keine Akutbehandlung sondern um eine präventive Maßnahme handelt, braucht es keinen exakten Termin zur Kontrolle. Die Abstände sollten einfach nur ungefähr eingehalten werden und können daher auch auf einen Termin fallen, zu dem Sie vielleicht nicht ganz so viel Stress haben. Wichtig ist letztendlich nur, dass Sie ihn wirklich wahrnehmen.
Was passiert bei der Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt?
Die Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt beginnt mit einer Routinemaßnahme: Die Schwester wird Ihren Blutdruck messen und den Puls fühlen. Danach gehen Sie in die Sprechstunde. Der Gynäkologe wird Sie befragen, wie es Ihnen geht und ob Sie Beschwerden haben oder hatten. Weiterhin wird er oder sie sich erkundigen, ob es in Ihrer Familie neue ernsthafte Krankheitsfälle gab, wie zum Beispiel eine Krebserkrankung oder Bluthochdruck usw. Nach einem kurzen Gespräch wird Sie der Arzt bitten, sich "unten herum" frei zu machen und auf dem Untersuchungsstuhl Platz zu nehmen. Nun wird der Arzt Sie untersuchen, dafür holt
sich der Gynäkologe Hilfe von einer Schwester. Der Arzt beschreibt immer genau, was er gerade macht. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei und dauert nur eine halbe Minute. Dabei kontrolliert der Arzt den Gebärmutterhals und den Gebärmuttermund. Außerdem nimmt er einen Abstrich, um Erkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs oder Chlamydien durch einen Labortest erkennen zu können. Der Abstrich wird nach Ihrem Besuch beim Frauenarzt automatisch ins Labor gegeben, Sie bekommen davon gar nichts mit. Lediglich wenn ein Testresultat positiv war, wird das Praxisteam später mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Nach der eigentlichen Untersuchung wird der Arzt Sie bitten, nochmals am Schreibtisch Platz zu nehmen und seine Untersuchungsergebnisse in Ihre Akte notieren, bzw. diese mit Ihnen zu besprechen und gegebenen falls ein Rezept auszustellen.
Nach einigen Minuten im Sprechzimmer haben die meisten Frauen für ein Jahr, bzw. das nächste halbe Jahr Ruhe. Denn dann steht erst der folgende Routinebesuch an. Es sei denn, es treten früher Beschwerden auf.
Gynäkologen sind sehr aufmerksame Ärzte und nehmen sich Zeit für Ihre Fragen und Ihre Anliegen. Egal, ob es um Verhütung geht, um Beschwerden, eine Schwangerschaft oder etwas anderes. Wichtig ist, dass man als Frau den Schritt wagt, den Arzt anzusprechen. Denn nur so können Lösungen für eventuelle Probleme gefunden werden.
Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Tipps und Hinweise geben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens!
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