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1

Donnerstag, 19. Januar 2012, 23:32

Wie sag ich´s meinem Sohn!

Ich´bin seit mehreren Monaten alleinerziehender Vater eines sechjährigen Jungen! Nachdem sich die Mutter vor einige Monaten mit ihrem "Neuen" nach Prag abgesetzt hat, ist der Kontakt auf gelegendliche Telefonate geschrumpft! Die Trennung war ein ausgesprochener Schock für uns beide, da es im Vorfeld keine Anzeichen oder Anlass gab! Zwischenzeitlich sitzt sie alleine in Tschechien (der Neue hat eine Neue) und seine Hinterlassenschaft trägt sie im Bauch! Kann mir jemand sagen, wie ich meinem Jungen beibringen soll, dass Mama nicht mehr kommt, weil sie ein Kind von einem anderen bekommt, dass er ein Geschwisterchen bekommt, das einen anderen Papa hat! Oder sollte ich sie zurückholen (Ich liebe diese Katastrophe immer noch)! Dann ist zwar mein Sohn glücklich, ich vieleicht auch, aber ich hätte das Produckt dieser Affäre täglich vor Augen! Ich sollte noch hinzufügen, dass wie (sie 36 Jahre und ich 51 Jahre) nicht verheiratet sind! Geld wäre daher nicht der Grund um sie zurückzuholen!

Maus

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2

Freitag, 20. Januar 2012, 21:06

In der Tat - mächtiges Problem. Für einen außenstehenden sicher schwer da einen Rat zu erteilen.
Wenn da jemand einen sinnvollen Rat geben kann, ist das sicher jemand aus eurem Freundes-, Verwandten- oder Bekanntenkreis.
Viel Glück!

3

Sonntag, 29. Januar 2012, 16:23

Hallo tonter,

es liest sich schön:.."ich liebe diese Katastrophe immer noch.." Und trotzdem geht es wohl in dieser Angelegenheit weniger darum, ob du sie liebst, sondern ob sie das einerseits tut und andererseits ob, wenn sie das tut, die Konsequenzen, die andere daraus ziehen (nämlich wieder nach Hause zu kommen) auch befolgen möchte,..und das nicht nur aus Geldnot! Ein fremdes Kind in eine Familie aufzunehmen, in der das Verhältnis zwischen Mama und Papa geklärt zu sein scheint ("Liebe"!), bedeutet wohlmöglich den Schritt von Deiner Seite aus, die Kränkung, dass es nicht von Dir ist, zu überwinden. Wenn das geschafft ist, ist die Erklärung dem Sechsjährigen gegenüber vielleicht nicht so schwer. Aber bis das zwischen Euch so klar ist, dürfte der Junge mindestens ein Jahr älter sein. Vielleicht wäre es für den Jungen leichter, wenn Du aktiv eine klare Situation schaffst: Mama kommt in der nächsten Zeit nicht mehr, sie ist auf Reisen. Wir sind doch inzwischen schon ein gutes Team. Wenn sie dann irgendwann wieder kommt, können wir ihr zeigen, wie toll wir zusammen kochen, spielen, den Alltag organisieren etc., etc....

Klare Zuständigkeiten: Papa ist jetzt ganz für mich da, ich darf traurig sein, dass Mama nicht kommt, das Haus brennt nicht ab, ich bin nicht allein...das denke ich, ist jetzt das Wichtigste. Und die Kränkung, Verletzung des Verlassenen, nämlich Deine, solltest du wirklich mit Professionellen besprechen und nicht auf den Jungen übertragen. Er nimmt das, was sein Überleben sichert, und das ist gut so.

Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Du Verständnis für Deinen Sohn aufbringen und zwischen Dir und ihm trennen kannst!!

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