Starke Familie - starke Kinder - selbstbewusste Erwachsene
Familie lässt sich heutzutage nicht mehr so einfach definieren wie früher. Vater, Mutter, Kind - das war einmal. Familie umfasst alles von einem Elternteil mit Kind über 2 Väter oder Mütter bis hin zur sogenannten Patchworkfamilie. Diese bildet sich aus einer oder mehreren Restfamilien, wenn sich Väter und Mütter neu verlieben. Doch bei aller Vielfalt gibt es einige grundlegende Werte und Bedingungen, die für jede Familie gelten, wenn aus ihr starke, selbstbewusste Kinder hervorgehen sollen.
Familie bedeutet zunächst einmal, bedingungslos zusammenzuhalten, trotz aller Meinungsverschiedenheiten. Familie ist eine grundlegende Zusammengehörigkeit auf der Basis gemeinsamer Erfahrungen und Erlebnisse. Ein Band, das ein Leben lang besteht. Dieses Band ist aus verschiedenen Strängen geflochten, die es stark machen.
Zeit füreinander haben
Das Wichtigste ist wohl, Zeit füreinander zu haben und miteinander zu verbringen. Eine Familie, die sich nur Zettel oder eMails schreibt, verdient den Namen nicht. Man braucht gemeinsame Erfahrungen und Erinnerungen. Und damit sind nicht nur Freizeit und Urlaub gemeint, sondern auch das Erledigen gemeinsamer Pflichten. Auch dies schafft Zusammenhalt, vielleicht noch mehr als nur relaxtes Abhängen. In guten wie in schlechten Zeiten - die Formel gilt für die Familie noch stärker als für das Paar, das sich traut, um sich dann doch einige Jahre später scheiden zu lassen.
Regeln regeln das Miteinander
Sobald mehrere Individuen (und Kinder zählen durchaus dazu) unter einem Dach wohnen,
kommt es automatisch zu Reibereien und Konflikten, so gern man sich auch hat. Feste Regeln, die für alle gelten, helfen, diese Reibungspunkte so weit zu vermindern wie möglich. Um diese Regeln festzulegen, muss man sich zusammensetzen und miteinander reden, man muss seine Sicht der Dinge darlegen und lernen, den anderen zu verstehen. Du deckst den Tisch, dafür räume ich die Spülmaschine ein.
Rituale entwickeln
Schon die kleinsten Babys brauchen Rituale; Regelmäßigkeiten, die Sicherheit geben. Wiederkehrende Abläufe, auf die man sich schon im voraus freuen kann, von der abendlichen Gute-Nacht-Geschichte bis zum immer gleichen Ablauf des Weihnachstfests. Rituale im Alltag können ganz unspektakulär sein. Das gemeinsame Mittagessen kann genauso dazugehören wie die samstägliche Fahrt mit dem Vater zum Getränkemarkt oder der Besuch der Eisdiele nach der Vergabe der Zeugnisse.
Flexibel bleiben
Regeln und Rituale sollen Halt geben, aber nicht fesseln. Darum gehören Offenheit und Flexibilität genauso zu einer starken Familie. Das Ritual des gemeinsamen Abendessens muss stark genug sein, gebrochen werden zu können, wenn zum Beispiel ein Kindergeburtstag mal etwas länger dauert. Eine starke Familie schottet sich nicht von der Umwelt ab, sondern integriert Freunde und Bekannte, lässt sie an Ritualen teilhaben, redet miteinander und diskutiert das Tagesgeschehen. Denn Gemeinsamkeiten entwickelt man auch, indem man sich als Gruppe von anderen abhebt. All dies trägt zum Zusammenhalt bei. Und noch etwas: die Fähigkeit, jedem einzelnen Mitglied auch Freiheiten zu lassen. Die Freiheit, eine andere Meinung zu haben als die anderen Familienmitglieder und andere Interessen. Die Freiheit, sich auch mal zurückzuziehen und eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln.
Fazit
Die Erziehung in einer starken Familie ist geprägt von Freiräumen, aber auch klaren Grenzen, von Zeit zum Zuhören, von Liebe, die auch Streits verträgt. Eine solche Erziehung wird mit großer Wahrscheinlichkeit selbstbewusste, starke Kinder hervorbringen.
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