Ist ein Ratenkredit sinnvoller?
Foto: © Tanja Bagusat
Da beide Kreditformen ähnlich flexibel und besonders einfach zu nutzen sind, vergleicht man den Ratenkredit sehr oft mit dem Dispositionskredit (kurz: "Dispo"), welcher auf ein Girokonto gewährt wird. Dieser Dispokredit stellte die von Ihrer Bank eingeräumte Überziehungsmöglichkeit für ein Girokonto dar. Meist handelt es sich dabei um das Lohn- und Gehaltskonto, wobei der Dispositionsrahmen oft auf zwei bis drei Monatsgehälter festgelegt wird. Der Kunde kann also sein Girokonto jederzeit bis zu diesem festgelegten Rahmen überziehen, somit steht ihm auch ein finanzieller Rahmen zur Verfügung, der beispielsweise für kurzfristige Anschaffungen genutzt werden kann.
Ein eklatanter Unterschied besteht jedoch bei den Rückzahlungskonditionen. Während bei
einem Ratenkredit die Rückzahlung bereits im Kreditvertrag festgelegt ist, steht es dem Kunden beim Dispokredit weitgehend frei, wann und wie viel Kapital er auf sein Konto einzahlt, um den offenen Kreditbetrag auszugleichen. Der Vorteil für den Kunden liegt hierbei also eindeutig beim Dispokredit, der Ratenkredit ist in diesem Fall wesentlich unflexibler.
Kommen wir zu den Zinsen: Hier schlägt die Stunde des Ratenkredites. Während beim Dispokredit Zinssätze von 10 bis 15 Prozent durchaus die Regel sind, liegen die Zinssätze bei Ratenkrediten meist deutlich niedriger. Der Kunde kann also bares Geld sparen, wenn er bei kurzfristigen Anschaffungen nicht einfach sein Girokonto überzieht, sondern den etwas größeren bürokratischen Aufwand in Kauf nimmt und einen Ratenkredit beantragt. Er sollte dabei allerdings sicherstellen, dass er die Kreditraten über den vereinbarten Zeitraum problemlos zahlen kann.
Fazit: Der Ratenkredit ist grundsätzlich günstiger, der Dispokredit dagegen einfacher und flexibler. Hier bleibt es jedem selbst überlassen, nach seinen Prioritäten zu handeln.
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