Die drei Freunde Ester, ihr kleiner Bruder Putte und der Ich-Erzähler machen aus dem traurigen Umstand einer toten Hummel ein beherztes Spiel. Jedes Tier soll eine würdige und schöne Beerdigung bekommen. Also suchen sie überall nach toten Tieren, die begraben werden müssen. Mit allem, was dazu gehört – Sarg, Kreuz und Blumen. Und natürlich braucht jedes Tier auch einen Namen und eine Taufe. Die einfallsreiche Ester macht daraus ein florierendes Geschäft und bietet, zusammen mit ihren Freunden, die besten Beerdigungen der Welt an. Ernsthaft und voller Ideenreichtum widmen sich die Drei ihrer neuen Aufgabe. Ester beantwortet die darauf entstehenden Fragen wie “Wie wird eigentlich ein Mensch begraben?” und “Darf er seine Schmusedecke und ein paar Kekse mitnehmen?”, nicht nur ihrem Bruder und dem Erzähler, sondern auch ein bisschen sich selbst. Bis sie eines Tages sehen, wie eine Amsel gegen eine Scheibe fliegt und daraufhin stirbt. Sie erleben zum ersten Mal die Grenze zwischen Tod und Leben – und verarbeiten dies auf ihre ganz eigene kindliche Art und Weise.
Ulf Nilsson ist mit “Die besten Beerdigungen der Welt” ein wunderbares Buch gelungen, das sich an das Thema Tod und Sterben heranwagt. Während Erwachsene oft lieber schweigen, drängen sich bei Kindern schnell Fragen bezüglich dieses Themas auf. Für sie ist es kein Tabuthema. Sei es eine überfahrende Katze oder das eigene Haustier – Kinder werden schon früh mit dem Thema Tod konfrontiert. Und spätestens, wenn ein lieber Mensch stirbt, drängen sich viele Fragen auf. Das Buch nähert sich den typischen Themen auf unsentimentale Art und Weise und schafft so Raum für Worte. Ulf Nilsson schafft es, die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit zu halten und Gefühlen wie Traurigkeit, aber auch Heiterkeit gleichermaßen Raum zu geben.
Das Buch ist im Verlag Moritz erschienen und ab vier Jahren geeignet.